Smarte IT-Lösungen in der Pflege

Pfleger testet smarte IT-Lösungen in der Pflege
17. Juli 2024 4 Min. Lesezeit

Die Digitalisierung in der Pflege kann viele Aufgaben erleichtern und bietet spannende Möglichkeiten für die Zukunft. Denken Sie da gleich an Pflegeroboter, die menschliche Pflegefachkräfte aus den Einrichtungen und Altenheimen verdrängen? Keine Sorge. Es gibt viele IT-Lösungen, die die Menschen unterstützen und den Beruf aufwerten ohne Arbeitsplätze wegzunehmen. Welche IT-Lösungen es gibt und welche Jobs ITler:innen in der Pflegebranche bekommen können, erfahren Sie hier.

Wo können IT-Lösungen in der Pflege helfen?

Digitale Patientendaten & Datenkommunikation

Gerade in der Pflege sind hilfreiche Lösungen notwendig, um den Arbeitsalltag und die Aufgaben von Pflegefachkräften zu erleichtern. Vor allem in der Datendokumentation bleibt mit Papier und Stift viel liegen, was elektronisch viel schneller erledigt ist. Durch die digitale Datenbankkommunikation bleibt mehr Zeit für die Patient:innen und es ist ein flächendeckender Informationsaustausch möglich. Das hilft Wissen aus verschiedenen Pflegebereichen zusammenzubringen und es können umfassende Auswertungen und Verbesserungen gemacht werden. Damit ist eine effizientere und hochwertigere Pflege möglich.

Apps für die Gesundheit

Auch Apps, die die Pflege von Menschen unterstützen und fördern, sind wirksame IT-Lösungen, um das Wohlbefinden von Pflegebedürftigen zu verbessern. Diese Apps können durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte auf ihre Wirksamkeit geprüft werden und erhalten einen Eintrag in einem Verzeichnis. Jede App, die in diesem Verzeichnis eingetragen ist, können Ärzte und Ärztinnen ihren Patienten dann auf Kosten der Krankenkassen verschreiben.

Praktische IT-Lösungen

IT in der Pflege kann neben dem Datenaustausch und der Datendokumentation aber auch ganz praktisch Hilfe bieten. So gibt es smarte Trinkbecher, die von selbst die Trinkmengen protokollieren oder Armbänder, die melden wenn demenzkranke Patient:innen die Einrichtung verlassen, damit die Pflegekräfte bei Bedarf eingreifen können.

Besonders ältere Pflegebedürftige sind stark gefährdet zu stürzen. Hier können sogenannte Sturzmatten helfen, die sofort melden, wenn jemand z.B. aus dem Bett gefallen ist. Aber auch das Pflegebett selbst wird moderner. So kann es die Vitalfunktionen, wie den Schlaf, überwachen, vor Stürzen warnen oder Pflegebedürftigen das Aufstehen erleichtern. Doch es gibt noch viele weitere intelligente Gegenstände und Möbel, die durch IT-Systeme und Programme gesteuert werden und miteinander kommunizieren, um die bestmögliche Pflege zu gewährleisten.

Telepflege aus der Ferne

Auch die Telepflege, also die Betreuung von Patienten im Alltag über eine große Distanz hinweg ist möglich. Das ist vor allem interessant, wenn es um pflegebedürftige Menschen geht, die nur kleine Einschränkungen haben und mehr mentale Unterstützung brauchen als körperliche. Auch zur Seelsorge kann die Telepflege genutzt werden. So können Pflegebedürftige in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und müssen sich nicht umstellen oder in eine Pflegeeinrichtung ziehen.

Berufe für ITler in der Pflege-Branche

Apps, Kommunikationsnetzwerke und smarte Gegenstände: Eine Berufsgruppe ist für diese hilfreichen Pflege-Lösungen nicht wegzudenken. ITler:innen sind gerade in Zeiten der Digitalisierung sehr gefragt und das auch im Bereich Pflege. So können Sie in Unternehmen und Start-Ups für Pflege-Lösungen und -produkte arbeiten. Als IT-Verantwortliche:r können sie in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern arbeiten und den Aus- und Aufbau der digitalen Infrastruktur vorantreiben. Dabei achten sie auf die richtige Hard- und Software und halten diese auf dem neusten Stand. Am meisten Verständnis für die Bedürfnisse der Pflegefachkräfte haben ITler:innen, die vielleicht selbst Praxiserfahrung im Pflegealltag gemacht oder eine Weiterbildung in der Pflege absolviert haben. Diese können zum Beispiel als Vermittler zwischen den Pflegenden und der IT arbeiten und die digitale Umstellung begleitend unterstützen.

Tipp: Sie möchten gerne ITler:in werden? Dann finden Sie in unserem Kursangebot viele IT-Weiterbildungen und IT-Umschulungen. Wählen Sie Ihren Kurs oder lassen Sie sich von uns kostenlos beraten.

Fazit

Die Pflegebranche kann in vielen Bereichen verbessert und durch digitale Lösungen unterstützt werden. Dazu gehört die Digitalisierung der Dokumentation, der Wissensaufbau durch ein Pflegenetzwerk und die Anwendung von Apps sowie smarten Gegenständen. Natürlich können auch Roboter in der Pflege unterstützen und den Pflegefachkräften helfen ihre Aufgaben besser zu erledigen. Um all diese Hilfsmittel zu entwickeln, braucht es ITler:innen in der Pflege. Sie erarbeiten digitale IT-Lösungen, prüfen und verbessern die Infrastruktur der jeweiligen Pflege-Einrichtung und vermitteln das nötige IT-Wissen an die Pflegefachkräfte. Für eine digitale Zukunft der Pflege mit mehr Zeit für diejenigen, um die es eigentlich geht: Die Patient:innen.

Tags wurden nicht gefunden